Deutschland

Cephalota eiselti

Sandlaufkäfer in Deutschland

In Deutschland leben 8 Sandlaufkäferarten in 10 Taxa insgesamt.

Es sind die Arten (aktuelle Nomenklatur)

Cicindela (s.str.) sylvatica Linnaeus, 1758
Cicindela (s.str.) sylvicola Dejean, 1822
Cicindela (s.str.) gallica Brullé, 1834
Cicindela (s.str.) hybrida Linnaeus, 1758
    mit den Unterarten   hybrida Linnaeus, 1758
                     transversalis Dejean, 1822
                     pseudoriparia Mandl, 1935
Cicindela (s.str.) maritima Dejean, 1822
Cicindela (s.str.) campestris Linnaeus, 1758
Cylindera (s.str.) germanica (Linnaeus, 1758) und
Cylindera (Eugrapha) arenaria viennensis (Schrank, 1775)

C. maritima kommt nur im Bereich der Küstenregion vor und ist heute hochgradig gefährdet. C. gallica lebt/e(?) auf alpinen Matten im Bereich bis über 2000m. C. hybrida ist neben C. campestris mit am weitesten verbreitet. Sie besiedelt sandige Lebensräume von der Küste bis in die höheren Lagen der Gebirge. Das Besondere ist, dass diese Art in Deutschland in drei teilweise schwer abgrenzbaren Unterarten vorkommt.

Die Nominatform lebt in einem Gebiet von der Küste bis in die Hügellagen der Mittelgebirge - vermutlich an einer Linie Rheinpfalz-Mittelfranken in südlicher Richtung bis ungefähr München und Breisgau. Daran in südlicher Richtung anschließend kommt im Alpenvorland die an Flussufern siedelnde Unterart transversalis vor. Sie steigt ähnlich wie C. sylvicola weit über 1000m hoch ins Gebirge. C. sylvicola lebt aber in völlig anderen Habitaten - Abbruchkanten, Hangrutschungen etc. von planaren bis zum Teil in montane Lagen. Die am weitesten verbreitete Art ist C. campestris, welche schütter bewachsene Habitate bevorzugtC. arenaria, die bei uns nur in der Rasse viennensis lebt ist aus Westdeutschland nur noch von sehr wenigen aktuellen Fundpunkten bekannt. In Ostdeutschland und dort besonders in Sachsen, Sachsen-Anhalt und in Brandenburg siedelt sie in Sekundärhabitaten, wie Braunkohletagebaue oder Kiesgruben. Die seltenste Art in Deutschland ist wohl C. germanica, die überall stark zurückgegangen ist. Wo welche Arten genau in welcher Häufigkeit leben ist Gegenstand der Faunistik der Sandlaufkäfer Deutschlands, an der ich arbeite.


Bitte um Mitarbeit am Projekt: Faunistik der Sandlaufkäfer von Deutschland und der Fauna der Sandlaufkäfer und Laufkäfer von Sachsen

Hiermit bitte ich alle Entomologen, besonders die Privatsammler die dazu Willens und in der Lage sind ihre Daten von deutschen Sandlaufkäfern beizusteuern. Sie sind erfahrungsgemäß diejenigen, welche die meisten Beiträge zur Faunistik zu liefern in der Lage sind. Ich bin besonders interessiert Belegexemplare von Cicindela hybrida (Südwest- und Westdeutschland) betreffend zu überprüfen, um die genaue Verbreitung der beiden geografisch noch schlecht abgrenzbaren Unterarten hybrida hybrida und hybrida pseudoriparia klären zu können.

Daten können mir in jeder Form als Datei (MS-DOS® oder MS Windows®) oder als Schriftstück gesandt werden. Eine Beispieldatei (Excel) finden Sie unter Downloads.

Bemerkungen zu Fundortangaben

Es sollten bei den Sammlungsdaten wenigstens folgende Angaben zu entnehmen sein: Fundort (bei kleinen Orten bitte einen geläufigen Bezugsort mit angeben), Datum (mindestens Jahr), Sammler (wenn bekannt) und letztlich der Verbleib des Beleges.

Sollten Daten bereits publiziert sein, so genügt es auch einen Sonderdruck oder eine Kopie zu senden, da mir nicht alle Regionalen Zeitschriften zur Verfügung stehen. Alle Entomologen, die mir in irgendeiner Weise Zuarbeit leisten, werden natürlich an entsprechender Stelle gewürdigt.

Vor einer endgültigen Übernahme zum Zwecke der Publikation bleibt erforderlichenfalls eine kritische Prüfung der Daten und Belege vorbehalten.