C. maritima

Cephalota eiselti

Cicindela (Cicindela) maritima maritima Dejean, 1822

Die Art hat eine weite Verbreitung in der Paläarktis. Ihre Vorkommen reichen nach Osten bis in die Mongolei. Mehrere Rassen (s. Artenliste/Paläarktis) aus verschiedenen Regionen sind beschrieben worden. In Mittel- Nord- und Westeuropa lebt ausschließlich die Nominatform. In Südeuropa gibt es die Art nicht. Die nächsten Populationen die auf die Subspezies krigisica Mandl zu beziehen sind, leben in der Ukraine und Südrussland.

C. maritima lebt in Deutschland und den sich anschließenden Beneluxländern und Frankreich nur im Bereich der Küstendünen und den küstennahen und zumeist salzbeeinflussten Bereichen des Unterlaufes der Elbe.  Die Populationen innerhalb Deutschlands sind in den letzten Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. Der Grund für die starken Rückgänge der Art ist hauptsächlich im Druck auf die Vorkommensgebiete zurückzuführen.  Durch den enorm gestiegenen Freizeitverkehr, nicht zuletzt infolge der hohen Beschäftigungslosigkeit und der Erschließung immer weiterer Urlaubsgebiete, kam es zu großen Lebensraumverlusten durch Trittschäden. Die Larven können ihre biologische Entwicklung in immer weniger ungestörten Bereichen zum Abschluss bringen. Ihre Wohnröhren im lockeren Sand werden einfach zu oft zertreten. In Schweden, wo die Art auch auf Sandbänken großer Flüsse lebt, ist sie ebenfalls stark gefährdet. Durch Querverbauungen und Regulierungsmaßnahmen (z.B. Wasserkraftanlagen) wird die natürliche Dynamik in der Sedimentierung gestört. Das hat zur Folge, dass weniger geeignete Lebensräume entstehen, da bestehende Habitate der Sukzession unterliegen.

Eine ähnlich dramatische Entwicklung bahnt sich für die levantinische Art Calomera concolor (Dejean, 1822) in einigen Urlaubsgebieten an der türkischen Riviera  an. Deren Lebensräume erleiden erhebliche Verluste durch Trittschäden - besonders durch unzureichend regulierten Tourismus.

Cicindela maritima Dejean, 1822
Zeitraumkarte C. maritima

Die Zeitraumkarte entstand unter Mitwirkung verschiedener Entomologen welche in der Rubrik Dank erwähnt werden. Die Daten aus dem Niederelbe-Gebiet, den Friesischen Inseln und Schleswig-Holstein wurden teils freundlicherweise vom Verein für naturwissenschaftliche Heimatfor-schung zu Hamburg e.V. bereitgestellt.

Cicindela maritima ist in Deutschland mittlerweile vom Aussterben bedroht!

C. maritima ist nach äußerlichen Merkmalen von der sehr ähnlichen C. hybrida durch den weit nach hinten absteigenden Ast der Mittelbinde und durch das Vorhandensein zweier dichter Haarbüschel in Höhe des Augenhinterrandes zu unterscheiden. Hinzu kommen die von außen nicht erkennbaren deutlichen Unterschiede im Genitalbau.

Um das Bild in Originalgröße, und damit die Trennungsmerkmale besser zu sehen, verwenden Sie bitte den Link zu Stéphane Moniotte’s Internetseite, welcher der Autor des Bildes ist.

Dünenzug auf Hiddensee

Diese Aufnahme zeigt einen Ausschnitt  eines typischen Habitates des Küstensandlaufkäfers auf Hiddensee an der Ostseeküste. (c) L. Brümmer

Wird fortgesetzt./ To be continued.